Gut gibt es eine aktuelle Flugsicherheitskarte vom BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt).
copterfly.ch begrüsst klare Richtlinien für den Luftraum – auch im Bereich der Modellfliegerei und insbesondere der Drohnen.
Leider ist der Boom an Spielzeugdrohnen inzwischen durch den Preiszerfall zu den grösseren, professionellen Modellen hinüber geschwappt.
So kommt es vor, dass sogar Kinder mit diesen Fluggeräten fliegen. Absolut unverantwortlich.
Was für die bisherige Modellfliegerei kein Problem war – notabene über Jahrzehnte – wird nun zur echten Problematik: gestartet werden Drohnen im Vorgarten, von Balkonen und noch schlimmer: in Flughafennähe!
Mit der EU hat nun auch endlich die Schweiz eine klare, einfache Drohnenverordnung.
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist zuständig und es existieren nun Kategorien A1 – A3 und Zertifizierungs-Klassen C0 bis C4.
Was nach kompliziertem Regelwerk aussieht ist einfach und praktisch auf der Website vom BAZL gut erklärt.
CE – Zertifizierung – endlich umgesetzt!
Mit einer CE zertifizierten Drohne (C0 bis C4) ist auch festgelegt, welche Schulung und Prüfung für die jeweiligen Klassen notwendig sind. Und wichtig ist zu wissen, dass diese Klassen auch in der EU gelten und sich da die Schweiz im Prinzip anschliesst. Das macht Sinn, denn die meisten Drohnen werden von Privatpersonen zu Hobbyzwecken und im Urlaub geflogen. Es wäre ziemlich aufwändig und in der Praxis wohl kaum befolgt, wenn in jedem EU-Land die Grundverordnung anders lauten würde.
Eine wichtige Ausnahme ist dennoch zu beachten: örtliche Verbote oder Einschränkungen müssen beachtet werden und der Pilot ist vor dem Flug sich zu informieren und entsprechend zu verhalten. Bewilligungen für Sondereinsätze (z.B. Gebäudeinspektion) in eingeschränkten Gebieten sind einzuholen.
Verordnungen und Regeln sind das Eine, die technische Weiterentwicklung das Andere!
Durch die enorme Weiterentwicklung im Bereich der Drohnentechnik und der Digitalfotografie sind die Gefahren massiv gesunken.
2016 waren Drohnen mit 3-5kg Fluggewicht und einer kurzen Flugzeit von 7-10 Minuten noch das Mass für professionelle Flugaufnahmen. Hier bestanden die Gefahren durch Abstürze, unkontrollierte Flugmanöver usw. in einem enormen Ausmass! Aus heutiger Sicht muss man erkennen, dass oft mehr Glück als Verstand und wirkliche Kontrolle bestand.
Die kurzen Flugzeiten der schweren Oktokopter liessen allerdings auch keine gefährlichen Flughöhen zu, so dass der Flugverkehr nicht gefährdet war. Abstürze waren die Gefahr – und so ein Teil hatte Wucht.
Die heutigen Drohnen sind so technische Wunderwerke, dass bereits mit 250gr (!) Fluggewicht Flugaufnahmen mit enormer Qualität möglich sind. Dies ermöglicht Drohnenflüge auch in heiklen Bereichen ohne erhöhte Gefahr. Entsprechend sind die Klassen C0 und C1 festgelgt worden.
Verantwortungsvoller Umgang mit Drohnen und eine vorausschauende Vorgehensweise sind dennoch das Mass für Drohnenpiloten.
Diese Seite ist mit Cookies überwacht und tut dasselbe, wie alle anderen auch: schauen wer da so vorbeischaut! Und tschüss!